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EVIDENZBASIERTEN MEDIZIN

Um Ursachen gezielt zu identifizieren und individuelle Therapiekonzepte zu entwickeln, ist eine strukturierte und kritische Bewertung der verfügbaren wissenschaftlichen Evidenz erforderlich.

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Der Ansatz der evidenzbasierten Medizin (Evidence-Based Medicine, EBM) wurde vom Professor, Arzt und klinischen Epidemiologen Dr. David Sackett entwickelt. Dr. Sackett vertrat die Auffassung, dass klinische Entscheidungen auf experimenteller Evidenz beruhen müssen und nicht auf Tradition oder Annahmen. Wie er formulierte: „Wenn wir Fragen zur Therapie stellen, sollten wir nicht-experimentelle Ansätze vermeiden, da diese routinemäßig zu falsch-positiven Schlussfolgerungen über die Wirksamkeit führen.“ Er betonte insbesondere die Bedeutung systematischer Übersichtsarbeiten – Zusammenfassungen der Ergebnisse mehrerer randomisierter Studien – und stellte fest, dass deren Evidenz „wesentlich eher geeignet ist, Praktiker zu informieren und deutlich weniger dazu neigt, sie in die Irre zu führen“.

Bereits als Medizinstudent setzte Sackett diese Philosophie in die Praxis um. Als ein Jugendlicher mit Hepatitis A eine strikte Bettruhe vermeiden wollte – die damals als zwingend erforderlich galt – überprüfte Sackett die verfügbare wissenschaftliche Literatur, anstatt sich auf gängige Konventionen zu verlassen. Der Patient erholte sich ohne Komplikationen. Diese Erfahrung prägte Sacketts beruflichen Werdegang und sein lebenslanges Engagement, Ärztinnen und Ärzte darin zu schulen, wissenschaftliche Evidenz, klinische Expertise und die Werte der Patientinnen und Patienten in der täglichen Praxis zu verbinden.

Obwohl Dr. Sackett 2015 verstarb, ist sein Werk bis heute grundlegend. Evidenzbasierte Medizin ist mittlerweile eine zentrale Säule der klinischen Praxis weltweit. In der funktionellen Ernährung bilden diese Prinzipien die Grundlage für Ernährungs- und Supplementprotokolle. Sie stellen sicher, dass Empfehlungen – sei es zu Ernährungsstrategien, Vitaminen oder pflanzlichen Wirkstoffen – auf der bestmöglichen verfügbaren Evidenz beruhen, anhand von Ergebnissen überprüft werden und stets im individuellen Kontext der Klientin oder des Klienten erfolgen. Auch wenn die Evidenzstärke je nach Intervention variiert, gewährleistet dieser Ansatz eine personalisierte, sichere und wissenschaftlich fundierte Betreuung.​​

 

Bei der Zusammenarbeit mit mir wird die aktuellste und relevanteste Evidenz sorgfältig geprüft, bevor ein individuelles Protokoll erstellt wird. Dieser Prozess ist bewusst strukturiert und zeitintensiv, stellt jedoch sicher, dass Ihre Betreuung auf den bestmöglichen verfügbaren Daten basiert – sorgfältig angewendet und individuell angepasst.

© 2025 KATHLEEN KARIUS, BA, MFA, DipION, mBANT, IFM

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